| Mediterran |
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Stilleben mit Äpfeln und Lauch, Öl auf Kreidegrund, 35 x 50 cm |
| Kunst, die dem
Sinnlichen verpflichtet ist Dina Savi folgt einer Ästhetik, die in der Renaissance verwurzelt ist: Körper und Sinneswelt als Mass aller Dinge Von Gisbert Franken |
| Die italienischen Wochen brachten den Gladbachern viele Begegnungen mit dem Land auf dem Stiefel, mit seinen Menschen und seiner Kultur. Das Thema Kunst spielte eine grosse Rolle: Dabei entspricht so mancher Import nicht unbedingt dem romantischen Klischee, das Italiens grosse Kulturtradition vor allem im idealen Dreieck Rom-Florenz-Venedig ansiedelt, zwischen Leonardo, Michelangelo und Raffael, zwischen Klassik und Klassizismus. | ![]() |
| Altmeisterlich kontra Avantgarde |
| Weder die abstrakten
Avantgardisten in der Villa Zanders noch die Aktivisten,
die der AdK unter dem Stichwort Citta aperta (Offene
Stadt) eingeladen hat, die Gladbacher City kreativ
aufzuwerten, lassen sich unter diesem Begriff
altmeisterlicher Perfektion subsummieren.
Zeitgenössische Kunst ist Kunst in einem offenen
Universum, offen für immer neue Interpretationsansätze,
ist Fragment, ist unperfekt per Definition. |
| Doch es gibt sie noch,
die Ästhetik des Idealen, und eine Vertreterin ist die
Wahl-Gladbacherin Dina Savi, geboren 1957 in Belluno,
Italien. Ihre Arbeiten, bevorzugt in Kreide und Kohle,
atmen Renaissance-Geist. Tempel der Schönheit ist der
menschliche Körper, Mass aller Dinge, an dem sich
Wahrnehmung und ästhetisches Empfinden nicht nur des
Renaissance-Menschen orientieren. |
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Sitzender Mann, Kohlezeichnung, 48 x 63 cm |
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Neben Akten und Studien des Humanums bietet die seit 1996 in Bensberg ansässige Künstlerin auch erdhaft- bäuerliche Stilleben, mit ihrer rustikalen Öl-auf- Kreide-Technik einen Anflug jener Welt, die aus elementaren Genusselementen zusammengesetzt ist - die Faszination einer Sinnlichkeit, die schon so manchen gestressten Schöngeist aus grauer Städte Mauern in die toskanischen Hügel gelockt hat. | ||||
Stilleben mit Krug, Öl auf Kreidegrund, 50 x 70 cm |
| Dina Savi nahm Mal-
und Zeichenunterricht an der "School of Fine
Arts" in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.
Später verfeinerte sie ihre Technik bei der Malerin
Silvie Le Seach (Frankreich) und bei Barbara
Tesfaye-Parker (Polen). |
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Seitdem
war sie freischaffend tätig in Deutschland, im Irak und
in Äthiopien. Im Migrationszentrum der Caritas in der Cederwaldstrasse 22 sind ihre Arbeiten jetzt zum zweiten Mal zu Gast - nunmehr als Faksimile-Drucke.
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